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Case study - Bene und Gustav

Gustav Gustav, ungarisches Warmblut, 16 Jahre,
Ausbildung: L/M
Bene erzählt: "Ich wurde vor ungefähr 6 Jahren Mitreiterin bei Gustav, der als Turnierpferd gekauft worden war. Gustav war immer ein eher schwieriges Pferd, da er im Gelände relativ unberechenbar war und im Dressurviereck sehr einfallsreich, wenn es darum ging, sich vor der Arbeit zu drücken und dem Reiter das Leben schwer zu machen (Buckeln, Seitensprünge, Widersetzen, usw). Bei den Turnieren ist er nicht einmal in die Nähe des  Richtertisches gekommen.
Von Tellington TTouch bis zum Wechsel der Trainer und Ställe blieb nichts unversucht, aber er blieb unwillig und mühsam. Letztendlich hat seine Besitzerin die Freude am Reiten verloren und hatte auch immer weniger Zeit, also kam er vor 5 Jahren in einen Stall, in dem er den ganzen Tag in der Herde auf der Koppel ist. Er  wurde dort zumindest so ausgeglichen, dass man relativ gefahrlos ausreiten gehen konnte, wobei er noch immer für unerfahrene Reiter nicht geeignet gewesen wäre.
Durch Zufall habe ich dann an einem Seminar von Richard Thompson mit einem anderen Pferd teilgenommen und war begeistert von der Methode, wie er mit Pferden umgeht. Eine Freundin gab mir daraufhin Elizabeths` Telefonnummer und wir fingen an, mit Gustav zu arbeiten. Anfangs haben wir sehr viel Bodenarbeit gemacht und legten auch immer wieder Pausen ein, damit er das Gelernte verarbeiten konnte.

Die Veränderung, die mit Gustav vor sich ging, war erstaunlich. Er fing an, Respekt aufzubauen und mir zu vertrauen. Nach ca. einem halben Jahr konnte ich wieder mit ihm in einem Viereck reiten. Anfangs überhaupt nicht "klassisch dressurmäßig", sondern mit viel Abwechslung und neuen Übungen, an denen er Spass hatte. Gustav musste erst einmal lernen, seine Beine zu koordinieren und dass Galopp nicht "verkriechen" bedeutet. Elizabeth hat sich sehr viel einfallen lassen und mich immer wieder motiviert.

Irgendwann beschloss ich dann, dass ich die Lizenz auf ihm machen möchte und so arbeiteten wir auf unser erstes Turnier hin, etwas, wovon ich vor der Arbeit mit der NH-Methode nicht im Traum gedacht hätte. Abgesehen davon, dass wir schon für das Verladen alleine eine Stunde benötigten, was inzwischen aber auch kein Problem mehr darstellt.
Wir haben auch in der Trainingsphase immer sehr viele NH-Übungen eingebaut und fast immer mit Bodenarbeit die Stunde begonnen. Im Herbst 2004 habe ich dann die Lizenz-Prüfung anstandslos mit ihm bestanden.
Ohne Elizabeths Hilfe und dem Training nach Richard Thompson wären wir nie so weit gekommen!

Gustav hat gelernt, mir zu vertrauen, sich nicht gegen alles zu wehren und mitzuarbeiten. Auch für mich war (und ist) es eine sehr lehrreiche Zeit und eine teilweise neue Methode, mit einem Pferd zusammenzuarbeiten. Ich reite inzwischen seit über 20 Jahren und halte die NH-Methode für sehr geeignet, um eine optimale Kommunikationsbasis mit seinem Pferd aufzubauen."

Elizabeth beschreibt ihre Arbeit mit Bene und Gustav folgendermaßen: "Als ich Bene und Gustav vorgestellt wurde, hatte das ungarische Warmblut ein ausgesprochenes Missfallen an allem entwickelt, das mit Training oder dem Reiten im Viereck zu tun hatte. Wir begannen damit,  zuerst seine Zähne und seinen Rücken zu checken und alle etwaigen rein körperlichen Ursachen für sein Verhalten auszuschließen. Danach galt es, das Vertrauen und den Respekt in ihrer Beziehung wieder aufzubauen und die Aufmerksamkeit des Pferdes auf Bene zu lenken. Mit der Zeit lernte Gustav, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und nun sind die beiden ein harmonisches Paar geworden. Aus Rücksichtnahme auf seine Artrosen machten wir uns weiters auf die Suche nach einen Stall  mit einem Viereck, das einen weicheren Bodenbelag aufweisen kann. Da Gustav nun auch ein neues Zuhause gefunden hat, dass seiner Konstitution entgegenkommt, freuen sich die beiden jetzt schon auf die nächste Turniersaision!" 

Autor: : karin -- 9.1.2007 21:45:02


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