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Case Study - Irene und Romeo

Bild von Irene und Romeo Vor 4 Jahren kaufte ich mir den damals 4 jährigen Warmblutwallach Romeo. Mein altes Pferd musste ich leider krankheitsbedingt in Pension schicken. Nachdem ich schon viele Jahre Reitunterricht gehabt habe, sollte  mit Hilfe meiner damaligen Trainerin (die Romeo auch angeritten hat) unsere gemeinsame Ausbildung gelingen. Nach einem Unfall fiel diese Trainerin allerdings für ca. ½ Jahr aus und ich probierte alleine einiges aus.

Beim Longieren buckelte Romeo wie ein Irrer herum, wenn ich versucht habe zu Reiten, machte er nach der ersten langen Seite in der Halle wieder kehrt und ging in Richtung Hallenausgang durch,  beim Führen riss er sich los und rannte alleine nach Hause. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Ein Stallwechsel zu einer anderen Trainerin sollte unsere Probleme beseitigen. Doch auch das entwickelte sich nicht so wie gewünscht. Diese Trainerin war bekannt dafür auch mit schwierigen Pferden zurechtzukommen. Wenn sie geritten ist, hat mein Pferd  super ausgeschaut, hat auch schnell viel gelernt, doch das war zu viel Druck und Stress für Romeo. Er wurde immer schreckhafter, wenn irgendwo etwas anders war, scheute er und versuchte in die andere Richtung abzuhauen, für mich war das nicht nachzureiten und meine Angst wurde immer größer. Nach einem Jahr beendete ich die Zusammenarbeit mit dieser Trainerin und versuchte alleine und mit Ruhe mein Glück.

Zu dieser Zeit lernte ich Elizabeth kennen. Sie hat Doris und Ribero unterrichtet und war alle 2 Wochen im Stall. Wir begannen mit Bodenarbeit und die Kommunikation zwischen Romeo und mir wurde langsam immer besser. Durch Natural Horsemanship habe ich gelernt viele Dinge anders zu sehen, Zusammenhänge zu erkennen und mein Pferd  besser zu verstehen.

Ich habe im Oktober 2010 wieder den Stall gewechselt,  dorthin wo wir am Anfang waren, den Unterricht mit Elizabeth führen wir im 14-Tage-Rhythmus weiter fort. Romeo ist sehr viel sicherer und gelassener geworden  und vieles funktioniert sehr gut, obwohl ich vorher doch gezweifelt habe und dachte es nicht zu schaffen. Ich muss noch lernen Missgeschicke und schlechte Ereignisse zu vergessen bzw. nicht immer daran zu denken, dass es wieder passiert, dann könnte ich meinem Pferd noch mehr Sicherheit geben, die er auch brauchen würde.

Ich war vorige Woche mit Romeo auf der Straße spazieren, da war ein riesiger Holzstoß mit einer blauen Plane zugedeckt. Ich überlegte ob es besser wäre umzudrehen damit nichts passiert, dann sind wir doch weitergegangen. Romeo hatte große Angst, ließ sich aber vorbeiführen. Ich war sehr stolz, wir sind  noch weiter gegangen und haben dann nach 10 Minuten umgedreht, beim Holzstoß blieb Romeo wie angewurzelt stehen und weigerte sich weiterzugehen. Den Schweif weggestreckt und mit großen Nüstern stand er da und starrte auf den großen blauen Berg. Ich dachte das war es jetzt, gleich reißt er sich los und rennt davon. Ich habe Romeo blöderweise auch nur ein Halfter angezogen und eine Longe in der Hand. Meine Angst wurde immer größer, die von Romeo auch. Um nach Hause zu kommen, mussten wir da aber vorbei. Nach viel Zögern und mit großer Überwindung habe ich Romeo zuerst rückwärts geschickt,  dann mit einem Schwung vorwärts und wir  sind  an dem Ungeheuer  vorbeigegangen! Wir haben es geschafft, zwar sehr aufgeregt und angespannt, aber  gemeinsam  sind Romeo und ich im Stall angekommen.

Ich denke mit Natural Horsemanship werden Romeo und ich noch sehr viel erreichen können, ich bin froh darüber Elizabeth kennen gelernt zu haben, und hoffe auf noch viele gemeinsame Fortschritte. Die Stunden mit Elizabeth sind außerdem eine tolle Abwechslung und machen auch jede Menge Spaß, wir lernen  immer wieder was Neues dazu, das fördert die Beziehung zwischen Mensch und Pferd enorm. Vielen Dank für die immer geduldige Betreuung!

Autor: : petra -- 5.4.2011 10:01:23


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